Hallo, dieser Winter war ja extrem. Auch für uns Vermesser. Die eigentliche Berufsbekleidung stieß bald an ihre Grenzen und wir froren darin. Dabei sammelten wir eine interessante Erfahrung: Vor allem Berufsbekleidung, die mit Membranen ausgestattet war, zeigte während der kalten Jahreszeit extreme Schwachpunkte. Ein Kollege von mir bekam in seiner Berufsbekleidung sogar leichte Erfrierungen, als das Thermometer unter 20 Grad fiel. Auch seine Klamotten waren mit Membrane ausgestattet. Bisher gab es allerdings damit keine Probleme. Ich selbst konnte an meinem Parka, der zur Berufsbekleidung gehört, feststellen, dass sich an der Innenseite Eis bildete. Die Atmungsaktivität war somit hinfällig. Erst suchte ich den Fehler bei mir. Unter der Berufsbekleidung die mit Membranen ausgestattet ist, soll man schließlich keine Kleidung mit einem hohen Anteil an Naturfasern tragen. Doch an diesem Tag hatte ich zwei Fleecepullover und atmungsaktive Unterwäsche an. Trotzdem gefror meine Dienstkleidung. Ich sprach bei unserem Abteilungsleiter für Beschaffung vor, er ist auch zuständig für den Einkauf der Berufsbekleidung. Vehement widersprach er mir. Seiner Meinung nach ist die Membrane nicht umsonst weltweit sehr erfolgreich. Auch in seiner Skiausrüstung ist dieses Laminat eingearbeitet und er hat noch nie eine Eisbildung feststellen können. Ich hatte sogar Fotos von meiner vereisten Berufsbekleidung dabei, doch die lehnte er ab sich anzuschauen. Helmut